Predigt (Vorschau)
Liebe Geschwister in Christus,
am Hochfest Christi Himmelfahrt richten wir unseren Blick auf den Herrn, der zum Vater zurückkehrt und uns doch nicht verlässt. Die Himmelfahrt Jesu bedeutet nicht Abschied in die Ferne, sondern die Vollendung seiner Herrschaft und die Verheißung seiner bleibenden Gegenwart. In Apostelgeschichte 1,9-11 sehen die Jünger Jesus emporgehoben, und doch wird ihnen sofort gesagt, dass sie nicht im bloßen Staunen stehen bleiben sollen. Ihr Auftrag beginnt neu.
Christi Himmelfahrt will auch unseren Glauben erneuern. Wir leben in einer Zeit, in der viele Menschen Halt suchen. Gerade dann erinnert uns dieses Fest daran, dass Christus nicht an einen Ort oder eine sichtbare Form gebunden bleibt. Er ist der erhöhte Herr, der seine Gemeinde sammelt, stärkt und sendet. Darum dürfen wir mit dem Psalmisten sprechen: „Meine Hilfe kommt vom Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat.“
Paulus schreibt in Römer 12,2: „Stellt euch nicht dieser Welt gleich, sondern ändert euch durch Erneuerung eures Sinnes.“ Genau dazu lädt uns Christi Himmelfahrt ein. Wer auf den erhöhten Christus schaut, lernt neu zu denken, neu zu hoffen und neu zu handeln. Unser Leben soll nicht von Angst, Anpassung oder Mutlosigkeit bestimmt sein, sondern von der Gewissheit, dass Jesus Christus Herr ist.
Das hat praktische Folgen.
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