Mario Reiner Denzer – Predigtvorschauen
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05. Juni 2026
Freitag nach Trinitatis
Die Erneuerung des Herzens – Die Begegnung mit dem Heiligen Geist
Liebe Gemeinde, heute, am Freitag nach Trinitatis, stehen wir vor einer tiefen und bewegenden Wahrheit, die uns durch die Schrifttexte dieses Tages begegnet. In Römer 11,33-36 hören wir von der unermesslichen Weisheit und dem Reichtum Gottes: „O welch eine Tiefe des Reichtums, sowohl der Weisheit als auch der Erkenntnis Gottes! Wie unergründlich sind seine Gerichte und wie unaufspürbar seine Wege!“ Diese Worte laden uns ein, die Größe und die Geheimnisse Gottes zu ergründen, die oft jenseits unseres Verständnisses liegen. In Psalm 29 wird uns die Majestät Gottes in der Natur und im Sturm offenbart. „Die Stimme des HERRN ist mächtig; die Stimme des HERRN ist voller Hoheit.“ Hier sehen wir, wie Gott in seiner Macht und Autorität wirkt, und dennoch ruft er uns in eine persönliche Beziehung mit ihm. Die Stimme Gottes ist nicht nur ein ferne Echos im Sturm, sondern eine Einladung, uns ihm zuzuwenden und unsere Herzen zu öffnen. Schließlich führt uns das Evangelium nach Johannes 3,1-15 in die tiefste Dimension der Begegnung mit Gott: die Wiedergeburt durch den Heiligen Geist. Jesus spricht mit Nikodemus, einem Gelehrten und Pharisäer, der in der Dunkelheit der Nacht kommt, um mit ihm zu reden. Hier wird deutlich, dass selbst die Weisen dieser Welt, die viel über Gott wissen, oft die grundlegende Wahrheit der Erneuerung des Herzens nicht erkennen. Nikodemus fragt: „Wie kann ein Mensch geboren werden, wenn er alt ist?“ und Jesus antwortet ihm: „Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, kann er nicht in das Reich Gottes kommen.“ Hier wird eine fundamentale Wahrheit offenbart: Es ist der Heilige Geist, der uns zu einer neuen Schöpfung macht.
Vorschau lesen →04. Juni 2026
Donnerstag nach Trinitatis
Die Tiefe der Gnade – Gottes unermessliches Geschenk
Liebe Schwestern und Brüder in Christo, heute, am Donnerstag nach Trinitatis, stehen wir vor einem der schönsten und tiefgründigsten Themen, das uns die Heilige Schrift bietet: die Gnade Gottes. In den Lesungen des heutigen Tages begegnen uns die unermessliche Weisheit und die unendliche Liebe unseres Schöpfers. Dabei sind es nicht nur abstrakte Konzepte, sondern lebendige Wahrheiten, die unser Leben tiefgreifend verändern können. Der Apostel Paulus bringt uns im Römerbrief (Römer 11,33-36) in Staunen über die Tiefe der Weisheit und des Wissens Gottes. „O Tiefe des Reichtums, sowohl der Weisheit als auch der Erkenntnis Gottes! Wie unerforschlich sind seine Gerichte und wie unauffindbar seine Wege!“ Hier wird uns bewusst, dass Gottes Wege über unsere menschliche Logik hinausgehen. Oft stellen wir uns Fragen, die wir nicht beantworten können. Warum geschieht Leid? Was ist der Sinn des Lebens? Doch Paulus erinnert uns daran, dass wir in der Gnade Gottes geborgen sind, auch wenn wir die Antworten nicht verstehen. In Psalm 29, den wir als Antwortpsalm hören, wird Gott als der Herr über die Natur beschrieben. „Die Stimme des Herrn ist stark; die Stimme des Herrn ist voller Hoheit.“ Hier wird uns deutlich, dass die Gnade, die wir empfangen haben, nicht einfach nur ein Gefühl ist, sondern eine kraftvolle Realität. Die Stimme Gottes, die die Gewässer teilt und die Berge zum Beben bringt, ist auch die Stimme, die uns in unserer Schwachheit ermutigt und tröstet. Wenn wir uns in der Stille zu Gott wenden, hören wir nicht nur die Macht seines Wortes, sondern auch die sanfte Einladung, die er uns gibt, im Glauben zu leben. Im Evangelium nach Johannes (Johannes 3,1-15) begegnet uns die Geschichte von Nikodemus, einem Pharisäer, der in der Nacht zu Jesus kommt. Er ist auf der Suche nach Wahrheit und Verständnis.
Vorschau lesen →03. Juni 2026
Mittwoch nach Trinitatis
Die Erneuerung durch den Geist – Die Kraft des neuen Lebens in Christus
Liebe Schwestern und Brüder in Christus, heute, am Mittwoch nach Trinitatis, stehen wir in der Gegenwart des lebendigen Gottes, der uns durch sein Wort einlädt, seine Tiefe und Größe zu ergründen. Unsere Epistel aus dem Römerbrief, der Psalm und das Evangelium aus dem Johannes-Evangelium laden uns ein, über die Erneuerung unseres Lebens durch den Heiligen Geist nachzudenken. In Römer 11,33-36 lesen wir: „O Tiefe des Reichtums, sowohl der Weisheit als auch der Erkenntnis Gottes! Wie unerforschlich sind seine Gerichte und unbegreiflich seine Wege! Denn wer hat den Sinn des Herrn erkannt? Oder wer ist sein Ratgeber gewesen? Oder wer hat ihm zuvor etwas gegeben, so dass ihm das vergolten werden müsste? Denn von ihm und durch ihn und zu ihm sind alle Dinge. Ihm sei die Ehre in Ewigkeit! Amen.“ Hier begegnet uns die Fülle und Tiefe Gottes, die uns in Staunen versetzen sollte. Es ist der Gott, der alles in seiner Hand hält, dessen Wege oft unergründlich sind, und der uns dennoch in die Gemeinschaft mit ihm ruft. In Psalm 29,1-4, 10-11 wird die Herrlichkeit Gottes in der Schöpfung besungen: „Gebt dem Herrn, ihr Mächte, gebt dem Herrn Ehre und Stärke. Gebt dem Herrn die Ehre seines Namens; betet den Herrn an in heiligem Schmuck.“ Der Psalmist beschreibt die Stimme des Herrn, die über den Wassern ist, die die Zedern zerbricht und die Wüsten erschüttert. Diese Bilder zeigen uns die Macht Gottes und die Ehrfurcht, die wir ihm entgegenbringen sollen. Es ist eine Einladung, uns in Anbetung und Dankbarkeit vor den Schöpfer zu beugen, der uns mit seiner Kraft und Herrlichkeit umgibt. Und schließlich hören wir im Evangelium nach Johannes 3,1-15 die Begegnung zwischen Jesus und Nikodemus. Nikodemus, ein Pharisäer und Lehrer Israels, kommt bei Nacht zu Jesus, um Antworten auf seine Fragen zu finden.
Vorschau lesen →02. Juni 2026
Dienstag nach Trinitatis
Die Weisheit Gottes – Ein Geheimnis der Erlösung
Liebe Schwestern und Brüder in Christus, heute, am Dienstag nach Trinitatis, versammeln wir uns, um in das Geheimnis der Weisheit Gottes einzutauchen. Unser Predigttext aus Römer 11,33-36 lädt uns ein, die Tiefe und Herrlichkeit Gottes zu erkunden. Paulus schreibt: „O Tiefe des Reichtums, sowohl der Weisheit als auch der Erkenntnis Gottes! Wie unbegreiflich sind seine Gerichte und unerforschlich seine Wege!“ (Römer 11,33). Hier wird uns bewusst, dass wir als Menschen oft an unsere Grenzen stoßen, wenn es darum geht, die Wege Gottes zu verstehen. Die Epistel führt uns direkt zu einem zentralen Gedanken des Glaubens: Gott ist weiser, als wir es je sein können. Seine Gedanken und Wege übersteigen unser menschliches Verständnis. Das ist eine tröstliche Erkenntnis, denn in einer Welt, die oft chaotisch und unberechenbar erscheint, dürfen wir wissen, dass alles in Gottes Plan eingewoben ist. Die Weisheit Gottes ist nicht nur ein abstraktes Konzept, sondern sie offenbart sich in der Geschichte der Erlösung. Im Psalm 29, den wir heute ebenfalls hören, wird die Macht und Herrlichkeit Gottes in der Schöpfung besungen. „Ehre dem Herrn, ihr Machthaber, ehrt den Herrn in heiligem Schmuck!“ (Psalm 29,2). Die Stimme des Herrn ist mächtig, und sie bringt Frieden und Kraft. Wenn wir also über die Weisheit Gottes nachdenken, müssen wir auch die Stimme Gottes hören, die uns in die Tiefe seines Plans hineinführt. Im Evangelium nach Johannes, Kapitel 3, begegnet uns eine der bekanntesten Geschichten der Bibel: das Gespräch zwischen Jesus und Nikodemus. Nikodemus, ein gelehrter Pharisäer, sucht die Wahrheit und ist neugierig auf die Lehren Jesu. Doch Jesus spricht zu ihm von der Wiedergeburt, von einem neuen Leben, das nur durch den Heiligen Geist möglich ist (Johannes 3,3). Hier zeigt sich again die Weisheit Gottes: Sie ist nicht immer sofort verständlich. Nikodemus kämpft mit dieser Botschaft, und wir können das gut nachvollziehen.
Vorschau lesen →01. Juni 2026
Montag nach Trinitatis
Die Wunder der Neuschöpfung – Ein Leben aus Glauben
Liebe Gemeinde, in der Zeit nach Trinitatis richten wir unseren Blick auf die Tiefe unseres Glaubens und die Wunder, die Gott in unserem Leben wirkt. Der Montag nach Trinitatis lädt uns dazu ein, den Schatz des Glaubens zu erforschen und die Neuschöpfung zu erkennen, die uns durch Jesus Christus zuteilwurde. In den vor uns liegenden Schriftstellen finden wir eine Fülle von Anregungen, die uns helfen, das Geheimnis unseres Glaubens zu ergründen. Wir beginnen mit dem Römerbrief, Kapitel 11, Vers 33 bis 36: „O Tiefe des Reichtums, sowohl der Weisheit als auch der Erkenntnis Gottes! Wie unerforschlich sind seine Gerichte und wie unbegreiflich seine Wege! Denn wer erkennt die Gedanken des Herrn, oder wer ist sein Ratgeber? Oder wer hat ihm etwas zuvor gegeben, dass ihm vergolten werde? Denn von ihm und durch ihn und zu ihm sind alle Dinge. Ihm sei die Ehre in Ewigkeit. Amen.“ Paulus bringt uns hier in eine tiefe Anbetung des Schöpfers. Die Frage, die sich uns stellt, ist: Wie erfassen wir diese Tiefe der Weisheit und Erkenntnis Gottes? Wir leben oft in einer Welt, in der alles schnell und oberflächlich ist. Doch wenn wir in die Schrift eintauchen, erkennen wir, dass die Weisheit Gottes nicht immer mit unserer menschlichen Logik übereinstimmt. Sie übersteigt unser Verständnis und lädt uns ein, uns in den Glauben zu vertiefen. In Psalm 29, den wir als zweiten Text hören, wird die Macht Gottes in der Schöpfung gepriesen. „Gebt dem Herrn, ihr Gottessöhne, gebt dem Herrn Ehre und Macht! Gebt dem Herrn die Ehre seines Namens! Betet den Herrn an in heiligem Schmuck!“ (Psalm 29,1-2). Wir sehen hier, dass der Glaube nicht nur eine innere Überzeugung ist, sondern auch eine Handlung, ein Anbeten, ein Leben im Licht Gottes. Der Psalmist beschreibt die Stimme des Herrn, die mächtig ist und die Zedern des Libanon zerbricht. Dies ist ein Bild für die Kraft, die Gott in unser Leben bringt – die Kraft, die uns neu erschafft, die uns von unseren Ängsten befreit und uns in eine lebendige Hoffnung führt. Und dann haben wir das Evangelium nach Johannes, Kapitel 3, Verse 1 bis 15.
Vorschau lesen →31. Mai 2026
Trinitatis
Die Größe Gottes – Einladungen zur Anbetung und zum Glauben
Liebe Gemeinde, heute, am Sonntag Trinitatis, stehen wir vor der wunderbaren und tiefen Wahrheit des christlichen Glaubens: der Dreieinigkeit Gottes. Die Texte, die uns für diesen Tag gegeben sind, laden uns ein, über die Größe, die Herrlichkeit und die Geheimnisse unseres Gottes nachzudenken. Sie führen uns in die Tiefe der Erkenntnis, die uns nicht nur staunen lässt, sondern auch unser Herz öffnet für die Anbetung und das Vertrauen in unseren Schöpfer. In der Epistel aus dem Römerbrief, Kapitel 11, Vers 33-36, hören wir den Apostel Paulus, der mit überwältigender Ehrfurcht über die Weisheit und den Reichtum Gottes spricht: „O Tiefe des Reichtums, sowohl der Weisheit als auch der Erkenntnis Gottes! Wie unerforschlich sind seine Gerichte und unbegreiflich seine Wege!“ Diese Worte sind nicht nur eine Beschreibung Gottes, sondern auch eine Einladung, uns in die Unendlichkeit seiner Gedanken und Pläne hineinziehen zu lassen. Paulus bringt uns zum Staunen und zeigt uns, dass wir in Gottes Plan nicht alles verstehen müssen, um dennoch an ihn zu glauben. Wie oft erleben wir in unserem Leben Ungewissheiten und Fragen, die uns plagen? Wir fragen uns, warum Dinge geschehen, die wir nicht nachvollziehen können. Doch gerade in diesen Momenten dürfen wir uns an die Worte des Paulus erinnern: Gott ist größer, seine Wege sind höher als unsere Wege. Diese Perspektive gibt uns Trost und Hoffnung. Wir dürfen uns fallen lassen in die Arme des lebendigen Gottes, dessen Weisheit uns übersteigt. Im Psalm 29, den wir heute hören, wird uns ein eindrucksvolles Bild von der Macht und der Herrlichkeit Gottes vor Augen geführt: „Gebt dem Herrn, ihr Mächtigen, gebt dem Herrn die Ehre seines Namens!“ Der Psalmist ruft uns auf, Gott zu loben und ihm die Ehre zu geben, die ihm zusteht. In der Natur, in den gewaltigen Stürmen und in der Stille der Berge offenbart sich die Größe Gottes. Er ist es, der die Stürme stillt und dem Menschen Frieden schenkt. Wie oft nehmen wir die Schöpfung um uns herum für selbstverständlich? Doch sie ist das lebendige Zeugnis seiner Herrlichkeit.
Vorschau lesen →30. Mai 2026
Samstag vor Trinitatis
Die Tiefe der Erkenntnis – Gott in seiner Herrlichkeit
Liebe Gemeinde, heute, am Samstag vor Trinitatis, stehen wir vor einem tiefen und wunderbaren Geheimnis: der Herrlichkeit Gottes. In den Lesungen dieses Tages werden wir daran erinnert, wie groß und unergründlich unser Gott ist. Der Apostel Paulus in Römer 11,33-36 beschreibt die unermessliche Weisheit und den Plan Gottes, der weit über unser menschliches Verstehen hinausgeht. In Psalm 29 wird uns die Macht und Majestät Gottes vor Augen geführt, und im Gespräch zwischen Jesus und Nikodemus in Johannes 3 wird uns die Notwendigkeit einer Wiedergeburt in den Geist Gottes offenbart. Beginnen wir mit dem Text aus Römer 11. Paulus schreibt: „O welch eine Tiefe des Reichtums, sowohl der Weisheit als auch der Erkenntnis Gottes! Wie unerforschlich sind seine Gerichte und unbegreiflich seine Wege!“ (Römer 11,33). Hier wird uns die Größe Gottes in seiner gesamten Fülle vor Augen geführt. Paulus ist überwältigt von der Erkenntnis, dass Gottes Wege nicht unsere Wege sind und dass sein Plan nicht immer in unser menschliches Verständnis passt. Diese Erkenntnis sollte uns demütig stimmen und uns dazu bringen, in unserem Glauben zu wachsen und zu vertrauen, selbst wenn wir nicht alles verstehen können. Psalm 29, den wir heute betrachten, ist ein eindrucksvolles Zeugnis von Gottes Macht. „Gebet dem Herrn, ihr Gottessöhne, gebet dem Herrn die Ehre seines Namens; betet den Herrn an in heiligem Schmuck!“ (Psalm 29,1-2). Der Psalmist beschreibt die Stimme des Herrn, die über den Wassern ist, die die Zedern zerbricht und die Flüsse in die Flucht schlägt. Hier wird uns deutlich, dass die Herrlichkeit Gottes nicht nur in seiner Schöpfung sichtbar ist, sondern auch in seiner überragenden Autorität und Macht. Wenn wir den Herrn anbeten, erkennen wir seine Größe und unsere eigene Kleinheit. Diese Anbetung ist nicht nur ein Ausdruck des Lobes, sondern auch eine Bereitschaft, uns unter seine Herrschaft zu stellen.
Vorschau lesen →29. Mai 2026
Freitag vor Trinitatis
Abba, lieber Vater! – Gottes Kindschaft durch den Heiligen Geist
Liebe Gemeinde, am Freitag vor dem Sonntag Trinitatis, dem Fest der Heiligen Dreifaltigkeit, hören wir auf einen der kraftvollsten und tröstlichsten Texte des Apostels Paulus. Es sind Worte, die uns mitten ins Herz des christlichen Glaubens führen – zu der Frage: Wer sind wir vor Gott? In welcher Beziehung stehen wir zu ihm? Was dürfen wir von ihm erwarten? Der Apostel Paulus schreibt im Brief an die Römer, Kapitel 8, Verse 14 bis 17: „Denn welche der Geist Gottes treibt, die sind Gottes Kinder. Denn ihr habt nicht einen Geist der Knechtschaft empfangen, dass ihr euch abermals fürchten müsstet; sondern ihr habt einen Geist der Kindschaft empfangen, durch den wir rufen: Abba, lieber Vater! Der Geist selbst gibt Zeugnis unserm Geist, dass wir Gottes Kinder sind. Sind wir aber Kinder, so sind wir auch Erben, nämlich Gottes Erben und Miterben Christi, da wir ja mit ihm leiden, damit wir auch mit ihm zur Herrlichkeit erhoben werden." (Römer 8,14–17) Diese Worte entfalten eine Wahrheit von unermesslicher Tiefe und Schönheit. Lassen Sie uns gemeinsam hinhören und entdecken, was Paulus uns hier schenkt. Zunächst spricht Paulus davon, dass der Geist Gottes uns treibt. Das griechische Wort, das hier verwendet wird, meint ein sanftes Führen, ein Leiten von innen heraus. Es ist nicht ein Zwang, keine äußere Vorschrift, sondern eine innere Bewegung. Der Heilige Geist, den wir an Pfingsten empfangen haben und dessen Wirken wir in dieser nachpfingstlichen Zeit bedenken, ist keine unpersönliche Kraft. Er ist Gott selbst, der in uns wohnt und uns auf den Weg des Lebens führt. Wer sich von diesem Geist leiten lässt, der ist – so Paulus mit einer schlichten und doch gewaltigen Aussage – Gottes Kind. Dann kommt die entscheidende Unterscheidung, die alles verändert: „Ihr habt nicht einen Geist der Knechtschaft empfangen, dass ihr euch abermals fürchten müsstet." Wie viele Menschen leben in Angst vor Gott! Wie viele verstehen Religion als ein System von Pflichten und Strafen, als ständige Furcht, nicht zu genügen, nicht fromm genug zu sein, Gottes Ansprüchen nicht zu entsprechen! Paulus sagt klar und deutlich: Das ist nicht der Geist, den ihr empfangen habt. Der Geist Gottes ist kein Geist der Angst und der Knechtschaft. Er ist ein Geist der Kindschaft – ein Geist, der uns in eine vertrauensvolle, liebende, unmittelbare Beziehung zum Vater setzt. Der Beweis dafür ist der Ruf „Abba, lieber Vater!" – jenes aramäische Wort, das Jesus selbst im Gebet verwendete, als er im Garten Gethsemane rang (Markus 14,36). Es ist die vertrauteste, innigste Anrede, die ein Kind seinem Vater geben kann. Und genau diese Anrede legt der Heilige Geist uns in den Mund.
Vorschau lesen →28. Mai 2026
Donnerstag vor Trinitatis
Auf den Spuren der Wahrheit – Wie das Wort uns leitet
Liebe Schwestern und Brüder in Christus, heute lade ich euch ein, mit mir auf eine Reise zu gehen – eine Reise durch die Heilige Schrift, die uns nicht nur die Augen öffnet, sondern auch unsere Herzen berührt. In den Texten des heutigen Tages finden wir einen tiefen Schatz, der uns inspiriert und ermutigt, auf den Wegen der Wahrheit zu wandeln. Wir beginnen mit der Lesung aus dem 2. Timotheusbrief, Kapitel 3, Verse 14-17, wo Paulus an Timotheus schreibt: „Du aber bleibe in dem, was du gelernt hast und wovon du überzeugt bist, da du weißt, von wem du gelernt hast, und weil du von Kind auf die heiligen Schriften kennst, die dich weise machen können zur Rettung durch den Glauben an Christus Jesus. Denn alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Lehre, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, damit der Mensch Gottes vollkommen sei, zu jedem guten Werk völlig ausgerüstet.“ Paulus fordert Timotheus auf, in dem zu bleiben, was er gelernt hat. Dies ist nicht nur eine Ermahnung, sondern auch eine Einladung, die Kraft und die Weisheit der Heiligen Schrift in unser Leben zu integrieren. Die Bibel ist nicht einfach ein altes Buch, sondern das lebendige Wort Gottes, das uns in allen Lebenslagen leitet. Es ist unsere geistliche Landkarte, die uns den Weg zeigt, wenn wir uns verloren fühlen. Im Psalm 119, Verse 105-112 beten wir: „Dein Wort ist eine Leuchte für meinen Fuß und ein Licht auf meinem Weg.“ Hier wird die zentrale Rolle des Wortes Gottes in unserem Leben wunderbar beschrieben. Es erhellt die oft dunklen Pfade, die wir im Alltag beschreiten. In einer Welt, die oft von Unsicherheit und Verwirrung geprägt ist, können wir uns auf die Orientierung des Wortes verlassen.
Vorschau lesen →27. Mai 2026
Mittwoch vor Trinitatis
Die Augen öffnen – Christus im Wort entdecken
Geliebte Geschwister im Glauben, heute am Mittwoch der 7. Woche im Jahreskreis sind wir eingeladen, uns mit den Schriften des Apostels Paulus an Timotheus, dem Psalmisten und den Jüngern auf dem Weg nach Emmaus auseinanderzusetzen. In diesen Texten steckt eine für uns alle bedeutende Botschaft: Die Fähigkeit, die Augen für die Gegenwart Christi zu öffnen und die Kraft des Wortes Gottes zu erkennen. Beginnen wir mit der Lesung aus 2. Timotheus 3,14-17. Paulus ermutigt Timotheus, in dem, was er gelernt hat, fest zu bleiben. Er weist darauf hin, dass die Heiliger Schrift von Gott eingegeben und nützlich ist, um uns zu lehren, zu ermahnen und in der Gerechtigkeit zu erziehen. Hier wird deutlich, dass die Schrift nicht nur ein historisches Dokument ist, sondern ein lebendiges Wort, das uns erkenntnisreicher und weiser macht. Es ist unsere Grundlage, unser geistliches GPS, das uns auf dem Weg des Lebens leitet. Der Psalm 119,105-112 beschreibt das Wort Gottes als Licht auf unserem Weg. „Dein Wort ist eine Leuchte für meinen Fuß und ein Licht auf meinem Weg.“ In einer Welt, die oft dunkel und verwirrend erscheint, ist das Wort Gottes wie ein Leuchtturm, der uns zeigt, wohin wir gehen sollen. Es gibt uns Orientierung und hilft uns, die richtigen Entscheidungen zu treffen. In Vers 111 lesen wir: „Ich habe dein Zeugnis ewiglich zu meinem Erbe genommen, denn sie sind die Freude meines Herzens.“ Hier erkennen wir, dass das Wort Gottes nicht nur leitet, sondern auch Freude und Erfüllung bringt. Im Evangelium aus Lukas 24,13-35 begegnen wir den zwei Jüngern auf dem Weg nach Emmaus. Sie sind niedergeschlagen und enttäuscht, weil sie die Hoffnungen, die sie in Jesus gesetzt haben, als unerfüllt ansehen. Doch während sie gehen, kommt Jesus selbst zu ihnen, ohne dass sie ihn zunächst erkennen. Später, als er mit ihnen das Brot bricht, öffnen sich ihre Augen und sie erkennen ihn.
Vorschau lesen →26. Mai 2026
Dienstag vor Trinitatis
Auf den Wegen der Erkenntnis – Gottes Wort als Wegweiser
Liebe Schwestern und Brüder, heute möchte ich mit Ihnen über die Bedeutung des Wortes Gottes in unserem Leben sprechen. In einer Welt, die oft von Hektik und Unsicherheit geprägt ist, kann uns die Heilige Schrift als verlässlicher Wegweiser dienen. Unsere heutigen Lesungen laden uns ein, dies zu reflektieren und uns der Kraft und der Weisheit des göttlichen Wortes zu öffnen. In der Lesung aus dem 2. Timotheusbrief, Kapitel 3, Verse 14-17, ermutigt der Apostel Paulus seinen Schüler Timotheus, in dem, was er gelernt hat, festzubleiben. „Denn alle Schrift, die von Gott eingegeben ist, ist nützlich zur Lehre, zur Zurechtweisung, zur Verbesserung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, damit der Mensch Gottes vollkommen sei, zu jedem guten Werk geschickt.“ Paulus hebt hier die Allumfänglichkeit und die Wichtigkeit der Heiligen Schrift hervor. Sie ist nicht nur ein Buch, sondern ein lebendiges Zeugnis Gottes, das uns lehrt, wie wir unser Leben nach seinem Willen ausrichten können. Diese Einladung zur Auseinandersetzung mit der Schrift findet auch Echo in unserem Psalm 119, wo es heißt: „Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Weg.“ (Psalm 119,105). Hier wird das Bild eines Weges gezeichnet, der oft dunkel und unübersichtlich sein kann. Wir alle haben Zeiten erlebt, in denen wir uns verloren oder unsicher fühlten. Gottes Wort jedoch bringt Licht in unsere Dunkelheit. Es öffnet uns die Augen für die Wahrheit und hilft uns, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Im Evangelium nach Lukas, Kapitel 24, Verse 13-35, begegnen wir zwei Jüngern, die auf dem Weg nach Emmaus sind. Sie sind niedergeschlagen und voller Fragen, nachdem sie die Ereignisse der Kreuzigung Jesu erlebt haben. Plötzlich tritt ein Unbekannter zu ihnen und beginnt, ihnen die Schrift zu erklären.
Vorschau lesen →25. Mai 2026
Pfingstmontag
Die Offenbarung des Lebens – Auf den Wegen des Glaubens
Liebe Gemeinde, am Pfingstmontag feiern wir nicht nur den Heiligen Geist, sondern auch das lebendige Wort Gottes, das uns auf allen unseren Wegen begleitet und leitet. In Zeiten des Umbruchs und der Unsicherheit, wie wir sie gerade erleben, ist es wichtig, sich auf die Wahrheit des Evangeliums zu besinnen und den Weg des Glaubens zu gehen. In dieser Predigt möchte ich mit Ihnen darüber nachdenken, wie das Wort Gottes uns leitet und wie wir in der Gemeinschaft mit anderen auf den Wegen unseres Glaubens gehen können. Beginnen wir mit der Lesung aus 2. Timotheus 3,14-17: „Du aber bleibe in dem, was du gelernt hast und wovon du überzeugt bist, da du weißt, von wem du gelernt hast, und dass du von Kind auf die heiligen Schriften kennst, die dich weise machen können zur Rettung durch den Glauben an Christus Jesus. Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Lehre, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, damit der Mensch Gottes vollkommen sei, zu jedem guten Werk geschickt.“ Diese Worte sind eine kraftvolle Ermutigung, in dem zu bleiben, was wir durch die Schrift gelernt haben. Sie erinnern uns daran, dass die Heilige Schrift nicht nur ein Buch ist, sondern das lebendige Wort Gottes, das uns Weisheit und Orientierung auf unserem Lebensweg schenkt. Die Schriften sind wie Wegweiser, die uns auf den Pfad der Wahrheit leiten, und sie laden uns ein, die Tiefe der Beziehung zu Gott zu entdecken. Der Psalm 119,105-112 geht in diese Richtung weiter, wenn er sagt: „Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege.“ In einer Welt voller Dunkelheit und Verwirrung ist das Wort Gottes unser Licht. Es zeigt uns nicht nur den nächsten Schritt, den wir tun sollten, sondern es gibt uns auch die Kraft und den Mut, in der Dunkelheit zu wandeln. Der Psalmist drückt seine innige Liebe zur Schrift aus: „Ich habe in meinem Herzen verborgen dein Wort, auf dass ich nicht sündige gegen dich.“ Diese innige Beziehung zur Schrift ist es, die unser Herz formt und uns hilft, in der Gerechtigkeit zu leben.
Vorschau lesen →24. Mai 2026
Pfingstsonntag
Die Kraft des Heiligen Geistes – Ein neues Leben in Christus
Liebe Geschwister in Christus, an diesem wunderbaren Pfingstsonntag versammeln wir uns, um die Herabkunft des Heiligen Geistes zu feiern – ein Ereignis, das nicht nur die ersten Jünger verwandelte, sondern auch uns heute neu mit dieser Kraft erfüllt. Es ist ein Tag der Erneuerung, des Aufbruchs und der Gemeinschaft. Lassen Sie uns gemeinsam in die Schrift eintauchen und die tiefgründige Bedeutung dieses Festes für unser Leben entdecken. Die Lesung aus der Apostelgeschichte 2,1-11 erzählt von einem bewegenden Moment in der Geschichte der frühen Kirche. Als der Pfingsttag gekommen war, waren alle Jünger eines Geistes versammelt. Plötzlich geschah etwas Außergewöhnliches: Ein Geräusch wie von einem gewaltigen Sturm erfüllte das Haus, und Zungen wie von Feuer erschienen und setzten sich auf jeden von ihnen. Alle wurden mit dem Heiligen Geist erfüllt und begannen, in anderen Sprachen zu reden. Hier sehen wir, wie der Heilige Geist als aktiver Teil der Dreieinigkeit in die Welt tritt. Er bringt nicht nur ein Gefühl des Staunens und des Wunders, sondern auch eine Befähigung, die uns in unserem täglichen Leben unterstützen möchte. Die Jünger, die zuvor voller Angst und Unsicherheit waren, wurden durch den Heiligen Geist in mutige Boten des Evangeliums verwandelt. Es ist eine Einladung an uns alle: Lassen wir den Heiligen Geist auch in unserem Leben wirken und uns helfen, unsere Ängste abzulegen und mutig für Jesus einzutreten. In Psalm 104,1-2.24-25.29-31.34 erleben wir die Größe und die Allmacht Gottes, der alles erschaffen hat, was wir um uns herum sehen. Der Psalmist lobt Gott für die Wunder seiner Schöpfung und betont, wie der Geist Gottes alles Leben belebt. „Die Erde ist voll deiner Güte“, hören wir im Psalm. Dies ist eine wunderbare Erinnerung daran, dass der Heilige Geist nicht nur die Jünger befähigte, sondern auch die Welt um uns herum durchdringt. Er ist der Lebensatem, der in uns wirkt und uns hilft, Gott wahrhaftig zu loben und zu preisen.
Vorschau lesen →23. Mai 2026
Samstag nach Exaudi
Die Bedeutung des Zeugnisses – Unsere Stimme in der Welt
Liebe Geschwister, am Samstag der 7. Osterwoche stehen wir an der Schwelle zwischen der Freude über die Auferstehung und der Erwartung des Pfingstfestes. Diese Zeitspanne ist geprägt von der Vorfreude auf die Sendung des Heiligen Geistes, der uns nicht nur trösten, sondern auch befähigen wird, sein Zeugnis in der Welt zu geben. Heute möchte ich mit euch darüber nachdenken, welche Rolle unser persönliches Zeugnis in der Welt spielt und wie wir durch unser Leben und unsere Worte Licht und Hoffnung verbreiten können. In Johannes 17, 18-19 sagt Jesus: „Wie du mich gesandt hast in die Welt, so sende ich sie in die Welt. Und ich heilige mich selbst für sie, damit auch sie geheiligt seien in der Wahrheit.“ Hier wird deutlich, dass unser Zeugnis nicht nur ein schöner Zusatz ist, sondern ein wesentlicher Bestandteil unseres Glaubenslebens. Jesus hat uns nicht nur zu seinen Nachfolgern gemacht, um ein frommes Leben zu führen, sondern er hat uns gesandt, damit wir sein Licht und seine Liebe in die Welt tragen. Im ersten Teil unserer Betrachtung möchte ich auf die innere Überzeugung eingehen, die unser Zeugnis prägt. Paulus ermutigt uns in 2. Korinther 5, 20: „So sind wir Botschafter für Christus, als ob Gott durch uns ermahnen würde.“ Wie können wir Botschafter sein, wenn unser Herz nicht von der Liebe Christi durchdrungen ist? Es ist wichtig, dass wir uns täglich mit Gottes Wort nähren, um tief in der Wahrheit verwurzelt zu sein. Diese innere Überzeugung ist wie ein Feuer, das in uns brennt und uns dazu drängt, die Hoffnung, die wir gefunden haben, mit anderen zu teilen. Doch das Zeugnis ist nicht nur eine Frage des persönlichen Erlebens, sondern auch eine Frage des Handelns. In Jakobus 2, 17 lesen wir: „So ist auch der Glaube, wenn er keine Werke hat, tot in sich selber.“ Glaube und Werke gehören zusammen. Unser Zeugnis wird in dem sichtbar, was wir tun. Die Welt ist hungrig nach Authentizität und Wahrheit.
Vorschau lesen →22. Mai 2026
Freitag nach Exaudi
Die Einheit im Geist – Ein lebendiges Zeugnis für die Welt
Liebe Geschwister, heute, am Freitag der 7. Osterwoche, stehen wir am Übergang zwischen der Auferstehung und der kommenden Ausgießung des Heiligen Geistes. In dieser Zeit des Wartens und der Vorbereitung ist es wichtig, über die Einheit nachzudenken, die uns als Gläubige verbindet – eine Einheit, die nicht nur unser eigenes Leben prägt, sondern auch das Zeugnis, das wir für die Welt sein sollen. Im Johannesevangelium 17,21 betet Jesus: „Ich bete, dass sie alle eins seien, wie du, Vater, in mir bist und ich in dir, dass auch sie in uns eins seien, damit die Welt glaubt, dass du mich gesandt hast.“ Diese Worte sind nicht nur ein Aufruf zur Einheit, sondern auch ein tiefes Eingeständnis der Kraft, die in dieser Einheit liegt. Jesus wünscht sich eine Gemeinschaft, die den Charakter Gottes widerspiegelt. In unserer heutigen Zeit, in der Unsicherheit und Spaltung oft vorherrschen, können wir von diesem Gebet Jesu lernen. Einheit ist nicht gleichbedeutend mit Uniformität. Es bedeutet nicht, dass wir alle gleich denken, fühlen oder handeln müssen. Vielmehr ist es eine Einladung, unsere Herzen und Gedanken in der Liebe Christi zusammenzubringen. Es ist ein aktiver Prozess, der von der Bereitschaft geprägt ist, Unterschiede zu akzeptieren und dennoch in der gemeinsamen Mission vereint zu sein. Der Apostel Paulus spricht in Epheser 4,3 von der „Einheit des Geistes“. Er ermutigt uns, „die Einheit des Geistes zu bewahren durch das Band des Friedens“. Diese Einheit ist ein Geschenk Gottes, das wir bewahren müssen. Sie ist nicht selbstverständlich, sondern erfordert unser bewusstes Handeln und unsere Hingabe.
Vorschau lesen →21. Mai 2026
Donnerstag nach Exaudi
Die Verheißung des Heiligen Geistes – Unser Begleiter in der Unsicherheit
Liebe Geschwister, heute stehen wir am Donnerstag der 7. Osterwoche und blicken auf eine Zeit des Wandels und der Vorfreude. Die Osterzeit ist nicht nur eine Zeit des Feierns und der Freude über die Auferstehung Jesu, sondern auch eine Zeit des Wartens und der Vorbereitung auf das, was kommen wird. In einigen Tagen feiern wir das Pfingstfest, die Ausgießung des Heiligen Geistes. Eine kraftvolle Verheißung, die Jesus seinen Jüngern gegeben hat und die auch uns gilt. In Johannes 14,16-17 sagt Jesus zu seinen Jüngern: „Und ich werde den Vater bitten, und er wird euch einen anderen Beistand geben, damit er bei euch sei in Ewigkeit, den Geist der Wahrheit.“ Diese Worte sind nicht nur eine Tröstung für die Jünger, die in einer Zeit der Unsicherheit und des Umbruchs leben, sondern auch für uns heute. Der Heilige Geist, der Beistand und Tröster, ist unser ständiger Begleiter, selbst in den herausforderndsten Zeiten unseres Lebens. Hauptteil: Die Jünger standen vor einer tiefen Unsicherheit. Sie hatten Jesus als ihren Lehrer und Freund erlebt, aber nun war er im Begriff, sie zu verlassen. Ihre Herzen waren voller Fragen und Ängste. „Wie werden wir weiterleben? Wer wird uns führen?“ Diese Gefühle sind uns nicht fremd. Auch wir erleben Zeiten des Wandels, der Unsicherheit und des Zweifels. Vielleicht stehen wir vor wichtigen Entscheidungen, durchleben Krisen oder suchen nach der richtigen Richtung in unserem Leben. Doch in dieser Unsicherheit verheißt Jesus den Heiligen Geist. Er verspricht uns einen Beistand, der nicht nur bei uns ist, sondern auch in uns wirkt. Der Heilige Geist ist der Geist der Wahrheit, der uns lehrt, die Dinge Gottes zu erkennen und zu verstehen. Er gibt uns nicht nur Trost, sondern auch die Kraft, unseren Glauben im Alltag zu leben.
Vorschau lesen →20. Mai 2026
Mittwoch nach Exaudi
Der Frieden, der alle Vernunft übersteigt
Liebe Geschwister, heute, am Mittwoch der 7. Osterwoche, dürfen wir innehalten und über einen kostbaren Schatz nachdenken: den Frieden Gottes. In einer Welt, die oft von Unruhe, Unsicherheit und Konflikten geprägt ist, ist es eine tiefgehende und beeindruckende Zusage, dass Gott uns einen Frieden schenkt, der alle menschliche Vernunft übersteigt. Lassen Sie uns gemeinsam in das Wort Gottes eintauchen und die Dimensionen dieses Friedens ergründen. Der Apostel Paulus schreibt in Philipper 4,6-7: „Seid um nichts besorgt, sondern lasst in allen Dingen durch Gebet und Flehen mit Danksagung eure Anliegen vor Gott kundwerden. Und der Frieden Gottes, der höher ist als alle Vernunft, bewahre eure Herzen und Sinne in Christus Jesus.“ Diese Worte sind sowohl eine Einladung als auch eine Ermutigung. Hier wird uns das Bild eines Friedens vermittelt, der nicht nur unseren Verstand übersteigt, sondern auch unsere Herzen bewahrt. In der heutigen Zeit ist es leicht, von den Herausforderungen des Lebens überwältigt zu werden. Wir leben in einer ständigen Flut von Nachrichten über Kriege, Krankheiten und persönliche Krisen. Oft scheinen diese Herausforderungen uns von dem Frieden Gottes zu trennen. Doch der Schlüssel liegt in der Haltung, die wir einnehmen. Paulus fordert uns auf, unsere Sorgen im Gebet vor Gott zu bringen – nicht nur als einen formellen Akt, sondern als einen tiefen Ausdruck unseres Vertrauens. Erinnern wir uns an die Worte Jesu in Johannes 14,27: „Den Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch; nicht wie die Welt ihn gibt, gebe ich euch.“ Der Frieden, den Jesus uns bietet, unterscheidet sich grundlegend von dem, was die Welt uns anbietet.
Vorschau lesen →19. Mai 2026
Dienstag nach Exaudi
Die Freude des Dienens – Ein Leben in der Nachfolge Christi
Liebe Geschwister in Christus, heute, am Dienstag der 7. Osterwoche, dürfen wir uns gemeinsam auf das große Geschenk der Nachfolge Jesu besinnen. In einer Welt, die oft vom Streben nach Erfolg, Anerkennung und Selbstverwirklichung geprägt ist, möchte ich uns ermutigen, die Freude des Dienens zu entdecken. Diese Freude ist nicht nur eine emotionale Regung, sondern eine tief verwurzelte Erkenntnis, die uns in der Nachfolge Christi erfüllt. Wenn wir über das Dienen nachdenken, denken wir oft an den Dienst an anderen. Doch wie oft kommen wir an einen Punkt, an dem wir uns fragen: Was bedeutet es wirklich, für Christus zu dienen? Der Evangelist Markus bringt uns diese Frage nahe, als er in Kapitel 10, Vers 45 schreibt: „Denn der Menschensohn ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben zu geben als Lösegeld für viele.“ Hier wird deutlich, dass der Dienst aus einer tiefen Liebe herausfließt und letztlich das Ziel hat, das Leben anderer zu bereichern. Im Hauptteil möchte ich uns einige Aspekte des dienenden Lebens näherbringen, die uns helfen, diese Freude noch klarer zu erkennen. Zunächst erkennen wir, dass Dienen eine Antwort auf die Liebe Gottes ist. In 1. Johannes 4,19 lesen wir: „Wir lieben, weil er uns zuerst geliebt hat.“ Diese Liebe ist die Grundlage unseres Handelns. Wenn wir erleben, wie Gott uns annimmt, in unseren Stärken wie in unseren Schwächen, dann wird in uns der Drang geboren, diese Liebe weiterzugeben. Das Dienen wird zur natürlichen Reaktion auf die Gnade, die wir empfangen haben. Wir werden zu Kanälen seiner Liebe, die in die Welt strömt. Ein weiterer Aspekt ist die Gemeinschaft. Dienen verbindet uns. In Epheser 4,12 ermutigt Paulus uns, „die Heiligen zur Werkdienst zuzurüsten, für die Erbauung des Leibes Christi.“ Dienen geschieht nicht isoliert, sondern innerhalb der Gemeinschaft der Gläubigen.
Vorschau lesen →18. Mai 2026
Montag nach Exaudi
Im Namen Jesu bitten – Die Kraft des Gebets vor Pfingsten
Liebe Gemeinde, am Montag nach Exaudi befinden wir uns in der letzten Woche vor Pfingsten. Jesus hat gestern, an Exaudi, die Verheißung des Heiligen Geistes erneuert. Heute richtet das Johannesevangelium unseren Blick auf eine weitere kostbare Verheißung: die Kraft des Gebets im Namen Jesu. „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Was ihr den Vater bitten werdet in meinem Namen, das wird er euch geben. Bis jetzt habt ihr um nichts gebeten in meinem Namen. Bittet, so werdet ihr empfangen, damit eure Freude vollkommen sei." (Joh 16,23b–24) Diese Worte Jesu sind keine magische Formel. „Im Namen Jesu bitten" bedeutet nicht, eine bestimmte Wendung am Ende des Gebets anzufügen. Es bedeutet, im Einverständnis mit Jesu Willen und Wesen zu beten – mit dem Herzen dessen, der uns geliebt und für uns das Leben gegeben hat. Wer im Namen Jesu bittet, der fragt sich: Entspricht das, was ich erbitte, dem Wesen und Willen meines Herrn? Jesus beschreibt in diesem Zusammenhang einen neuen Zugang zum Vater. Bisher hatten die Jünger Jesus selbst um Fürsprache gebeten. Nun, nach Himmelfahrt und Pfingsten, dürfen sie direkt zum Vater treten. Nicht weil der Vater fern oder gleichgültig wäre – sondern weil der Vater selbst sie liebt: „Denn der Vater selbst hat euch lieb." (Joh 16,27) Das ist eine überwältigende Aussage. Gottes Liebe zu uns ist nicht erst durch Jesus erzwungen worden. Sie kommt aus dem Herzen des Vaters selbst, dem Herzen, das Jesus uns offenbart hat.
Vorschau lesen →17. Mai 2026
Exaudi
Der Tröster wird kommen – Die Verheißung des Heiligen Geistes
Liebe Schwestern und Brüder, „Exaudi" – das ist der Name dieses Sonntags. Er stammt aus dem 27. Psalm: „Höre, HERR, mein lautes Rufen; sei mir gnädig und erhöre mich!" (Ps 27,7). Dieser Ruf des Psalmisten trifft uns heute mit einer besonderen Kraft, denn Exaudi ist der letzte Sonntag vor Pfingsten. Wir stehen an einer Schwelle: Hinter uns liegt Christi Himmelfahrt, vor uns liegt die Ausgießung des Heiligen Geistes. Das Evangelium des heutigen Sonntags (Joh 15,26–16,4) bringt uns eine der bedeutendsten Verheißungen Jesu: „Wenn aber der Tröster kommen wird, den ich euch senden werde vom Vater, der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgeht, der wird Zeugnis geben von mir." (Joh 15,26) Das griechische Wort „Parakletos" – der Tröster, der Beistand, der Anwalt – ist ein Schlüsselbegriff in diesen Kapiteln des Johannesevangeliums. Jesus spricht dieses Wort in einer Zeit höchster Bedrängnis. Er weiß, dass er sterben wird. Er weiß, dass seine Jünger verfolgt werden. Er weiß, dass sie ihn verlassen werden. Und doch gibt er ihnen diese Verheißung: Ich gehe, aber ich werde euch nicht allein lassen. „Es ist gut für euch, dass ich weggehe", sagt Jesus in Johannes 16,7. Was für eine erstaunliche Aussage! Wie kann das Weggehen Jesu gut für uns sein? Der Schlüssel liegt in dem, was folgt: „Denn wenn ich nicht weggehe, kommt der Tröster nicht zu euch." Das Kommen des Heiligen Geistes ist die Frucht von Kreuz, Auferstehung und Himmelfahrt Christi. Es ist das Ziel, auf das die gesamte Heilsgeschichte hinausläuft. Der Heilige Geist ist kein Ersatz für einen abwesenden Jesus. Er ist die Gegenwart des auferstandenen Herrn in einer neuen, alles durchdringenden Weise.
Vorschau lesen →16. Mai 2026
Samstag nach Christi Himmelfahrt
Ich habe deinen Namen offenbart – Jesu Fürbitte für die Seinen
Liebe Schwestern und Brüder, am Samstag nach Christi Himmelfahrt stehen wir in einer ganz besonderen Zeit des Kirchenjahres. Christus ist zum Vater aufgefahren. Die Jünger bleiben zurück – und doch sind sie nicht verlassen. Denn bevor Jesus in sein Leiden ging, bevor er den Weg ans Kreuz antrat und schließlich zum Vater aufstieg, tat er etwas zutiefst Bewegendes: Er betete für seine Jünger. Er legte sie dem Vater ans Herz. In einer der innigsten Stunden seines irdischen Lebens wandte sich Jesus an den Vater – nicht um seiner selbst willen, sondern um derer willen, die er liebte. Die Lesung des heutigen Tages führt uns in das Herz dieses Gebets, in das Hohepriesterliche Gebet aus dem Johannesevangelium, Kapitel 17, Verse 6 bis 11. Dort spricht Jesus zum Vater: „Ich habe deinen Namen den Menschen offenbart, die du mir aus der Welt gegeben hast. Sie waren dein, und du hast sie mir gegeben, und sie haben dein Wort bewahrt. Nun wissen sie, dass alles, was du mir gegeben hast, von dir kommt. Denn die Worte, die du mir gegeben hast, habe ich ihnen gegeben, und sie haben sie angenommen und wahrhaftig erkannt, dass ich von dir ausgegangen bin, und haben geglaubt, dass du mich gesandt hast. Ich bitte für sie. Nicht für die Welt bitte ich, sondern für die, die du mir gegeben hast; denn sie sind dein. Und alles, was mein ist, das ist dein, und was dein ist, das ist mein; und ich bin in ihnen verherrlicht. Ich bin nicht mehr in der Welt; sie aber sind in der Welt, und ich komme zu dir. Heiliger Vater, erhalte sie in deinem Namen, den du mir gegeben hast, dass sie eins seien wie wir." (Johannes 17,6–11) Welch ein Text! Welch eine Offenbarung der Liebe Jesu zu den Seinen! Lassen Sie uns gemeinsam in diese Worte hineinhören und entdecken, was sie für unser Leben bedeuten. Zunächst fällt auf, wie Jesus über seine Jünger spricht. Er sagt: „Sie waren dein, und du hast sie mir gegeben." Die Jünger sind nicht zufällig bei Jesus gelandet. Sie sind nicht durch eigene Leistung oder Verdienst in seine Nähe gekommen. Es ist der Vater, der sie Jesus anvertraut hat. Das ist eine zutiefst tröstliche Wahrheit: Unser Glaube, unsere Zugehörigkeit zu Jesus, hat ihren Ursprung nicht in uns selbst, sondern in Gottes erwählendem Handeln. Bevor wir Gott suchten, hat er uns bereits gefunden. Bevor wir uns für den Glauben entschieden, hat Gott längst seine Hand über uns gehalten. Dann sagt Jesus: „Ich habe deinen Namen den Menschen offenbart." Den Namen Gottes offenbaren – das bedeutet mehr als eine Informationsweitergabe. Im biblischen Verständnis steht der Name für das Wesen einer Person. Jesus hat den Jüngern gezeigt, wer der Vater wirklich ist: nicht ein ferner, unnahbarer Gott, sondern ein liebender Vater, der seine Kinder kennt und hält. Diese Offenbarung geschah durch Jesu Worte, durch seine Taten, durch sein ganzes Leben. Wer Jesus sah, sah den Vater.
Vorschau lesen →15. Mai 2026
Freitag nach Christi Himmelfahrt
Gemeinsam beten – Die Jünger warten auf den Heiligen Geist
Liebe Schwestern und Brüder, am Freitag nach Christi Himmelfahrt stehen wir an einer besonderen Schwelle des Kirchenjahres. Jesus Christus ist aufgefahren zum Vater. Die Jünger haben ihn gen Himmel fahren sehen und stehen nun in einer Zeit des Wartens. Die Apostelgeschichte berichtet uns von diesem Warten in bewegenden Worten: „Da kehrten sie nach Jerusalem zurück ... und sie gingen hinauf in das Obergemach ... Sie alle verharrten einmütig im Gebet." (Apg 1,12–14) Dieses Bild der versammelten Gemeinde im Obergemach spricht uns noch heute unmittelbar an. Wir kennen Zeiten des Wartens. Zeiten, in denen wir nicht wissen, was als Nächstes kommt. Zeiten, in denen Gott zu schweigen scheint. Die Jünger hatten Jesus erlebt, hatten die Auferstehung bezeugt, hatten ihn beim Auffahren in den Himmel gesehen – und standen dennoch in großer Ungewissheit. Was würde nun aus ihnen werden? Was bedeutete die Verheißung des Heiligen Geistes konkret? Doch anstatt in Resignation zu verfallen oder in Aktivismus auszubrechen, taten sie das Wesentliche: Sie beteten. Einmütig. Beharrlich. Gemeinsam. Darunter waren die elf Apostel, mehrere Frauen, Maria, die Mutter Jesu, und seine Brüder – eine bunte Schar von Menschen, die eines verband: das Vertrauen in die Verheißung ihres Herrn. Diese Einmütigkeit im Gebet ist keine Selbstverständlichkeit. Wenn wir ehrlich sind, ist Gemeinschaft oft schwierig. Verschiedene Temperamente, verschiedene Erwartungen, verschiedene Lebenserfahrungen treffen aufeinander. Was hielt diese Gruppe also zusammen? Es war nicht ihre eigene Kraft oder ihr eigener Wille.
Vorschau lesen →14. Mai 2026
Christi Himmelfahrt
Aufgefahren, aber nicht fern
Liebe Geschwister in Christus, am Hochfest Christi Himmelfahrt richten wir unseren Blick auf den Herrn, der zum Vater zurückkehrt und uns doch nicht verlässt. Die Himmelfahrt Jesu bedeutet nicht Abschied in die Ferne, sondern die Vollendung seiner Herrschaft und die Verheißung seiner bleibenden Gegenwart. In Apostelgeschichte 1,9-11 sehen die Jünger Jesus emporgehoben, und doch wird ihnen sofort gesagt, dass sie nicht im bloßen Staunen stehen bleiben sollen. Ihr Auftrag beginnt neu. Christi Himmelfahrt will auch unseren Glauben erneuern. Wir leben in einer Zeit, in der viele Menschen Halt suchen. Gerade dann erinnert uns dieses Fest daran, dass Christus nicht an einen Ort oder eine sichtbare Form gebunden bleibt. Er ist der erhöhte Herr, der seine Gemeinde sammelt, stärkt und sendet. Darum dürfen wir mit dem Psalmisten sprechen: „Meine Hilfe kommt vom Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat.“ Paulus schreibt in Römer 12,2: „Stellt euch nicht dieser Welt gleich, sondern ändert euch durch Erneuerung eures Sinnes.“ Genau dazu lädt uns Christi Himmelfahrt ein. Wer auf den erhöhten Christus schaut, lernt neu zu denken, neu zu hoffen und neu zu handeln. Unser Leben soll nicht von Angst, Anpassung oder Mutlosigkeit bestimmt sein, sondern von der Gewissheit, dass Jesus Christus Herr ist. Das hat praktische Folgen.
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