Der Fluss des Lebens

Freie christliche Bibelforschung

Mario Reiner Denzers stiller Ort zum Entdecken der Kraft in Jesus und Erforschen des Wortes.

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Predigtvorschau – Mario Reiner Denzer

Ich habe deinen Namen offenbart – Jesu Fürbitte für die Seinen

16. Mai 2026

Samstag nach Christi Himmelfahrt

Predigt (Vorschau)

Liebe Schwestern und Brüder,

am Samstag nach Christi Himmelfahrt stehen wir in einer ganz besonderen Zeit des Kirchenjahres. Christus ist zum Vater aufgefahren. Die Jünger bleiben zurück – und doch sind sie nicht verlassen. Denn bevor Jesus in sein Leiden ging, bevor er den Weg ans Kreuz antrat und schließlich zum Vater aufstieg, tat er etwas zutiefst Bewegendes: Er betete für seine Jünger. Er legte sie dem Vater ans Herz. In einer der innigsten Stunden seines irdischen Lebens wandte sich Jesus an den Vater – nicht um seiner selbst willen, sondern um derer willen, die er liebte.

Die Lesung des heutigen Tages führt uns in das Herz dieses Gebets, in das Hohepriesterliche Gebet aus dem Johannesevangelium, Kapitel 17, Verse 6 bis 11. Dort spricht Jesus zum Vater:

„Ich habe deinen Namen den Menschen offenbart, die du mir aus der Welt gegeben hast. Sie waren dein, und du hast sie mir gegeben, und sie haben dein Wort bewahrt. Nun wissen sie, dass alles, was du mir gegeben hast, von dir kommt. Denn die Worte, die du mir gegeben hast, habe ich ihnen gegeben, und sie haben sie angenommen und wahrhaftig erkannt, dass ich von dir ausgegangen bin, und haben geglaubt, dass du mich gesandt hast. Ich bitte für sie. Nicht für die Welt bitte ich, sondern für die, die du mir gegeben hast; denn sie sind dein. Und alles, was mein ist, das ist dein, und was dein ist, das ist mein; und ich bin in ihnen verherrlicht. Ich bin nicht mehr in der Welt; sie aber sind in der Welt, und ich komme zu dir. Heiliger Vater, erhalte sie in deinem Namen, den du mir gegeben hast, dass sie eins seien wie wir." (Johannes 17,6–11)

Welch ein Text! Welch eine Offenbarung der Liebe Jesu zu den Seinen! Lassen Sie uns gemeinsam in diese Worte hineinhören und entdecken, was sie für unser Leben bedeuten.

Zunächst fällt auf, wie Jesus über seine Jünger spricht. Er sagt: „Sie waren dein, und du hast sie mir gegeben." Die Jünger sind nicht zufällig bei Jesus gelandet. Sie sind nicht durch eigene Leistung oder Verdienst in seine Nähe gekommen. Es ist der Vater, der sie Jesus anvertraut hat. Das ist eine zutiefst tröstliche Wahrheit: Unser Glaube, unsere Zugehörigkeit zu Jesus, hat ihren Ursprung nicht in uns selbst, sondern in Gottes erwählendem Handeln. Bevor wir Gott suchten, hat er uns bereits gefunden. Bevor wir uns für den Glauben entschieden, hat Gott längst seine Hand über uns gehalten.

Dann sagt Jesus: „Ich habe deinen Namen den Menschen offenbart." Den Namen Gottes offenbaren – das bedeutet mehr als eine Informationsweitergabe. Im biblischen Verständnis steht der Name für das Wesen einer Person. Jesus hat den Jüngern gezeigt, wer der Vater wirklich ist: nicht ein ferner, unnahbarer Gott, sondern ein liebender Vater, der seine Kinder kennt und hält. Diese Offenbarung geschah durch Jesu Worte, durch seine Taten, durch sein ganzes Leben. Wer Jesus sah, sah den Vater.

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Gebet (Auszug)

Herr Jesus Christus, wir danken dir, dass du für uns betest – damals und heute.

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