Predigt (Vorschau)
Liebe Geschwister,
am Samstag der 7. Osterwoche stehen wir an der Schwelle zwischen der Freude über die Auferstehung und der Erwartung des Pfingstfestes. Diese Zeitspanne ist geprägt von der Vorfreude auf die Sendung des Heiligen Geistes, der uns nicht nur trösten, sondern auch befähigen wird, sein Zeugnis in der Welt zu geben. Heute möchte ich mit euch darüber nachdenken, welche Rolle unser persönliches Zeugnis in der Welt spielt und wie wir durch unser Leben und unsere Worte Licht und Hoffnung verbreiten können.
In Johannes 17, 18-19 sagt Jesus: „Wie du mich gesandt hast in die Welt, so sende ich sie in die Welt. Und ich heilige mich selbst für sie, damit auch sie geheiligt seien in der Wahrheit.“ Hier wird deutlich, dass unser Zeugnis nicht nur ein schöner Zusatz ist, sondern ein wesentlicher Bestandteil unseres Glaubenslebens. Jesus hat uns nicht nur zu seinen Nachfolgern gemacht, um ein frommes Leben zu führen, sondern er hat uns gesandt, damit wir sein Licht und seine Liebe in die Welt tragen.
Im ersten Teil unserer Betrachtung möchte ich auf die innere Überzeugung eingehen, die unser Zeugnis prägt. Paulus ermutigt uns in 2. Korinther 5, 20: „So sind wir Botschafter für Christus, als ob Gott durch uns ermahnen würde.“ Wie können wir Botschafter sein, wenn unser Herz nicht von der Liebe Christi durchdrungen ist? Es ist wichtig, dass wir uns täglich mit Gottes Wort nähren, um tief in der Wahrheit verwurzelt zu sein. Diese innere Überzeugung ist wie ein Feuer, das in uns brennt und uns dazu drängt, die Hoffnung, die wir gefunden haben, mit anderen zu teilen.
Doch das Zeugnis ist nicht nur eine Frage des persönlichen Erlebens, sondern auch eine Frage des Handelns. In Jakobus 2, 17 lesen wir: „So ist auch der Glaube, wenn er keine Werke hat, tot in sich selber.“ Glaube und Werke gehören zusammen. Unser Zeugnis wird in dem sichtbar, was wir tun. Die Welt ist hungrig nach Authentizität und Wahrheit.
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