Predigt (Vorschau)
Geliebte Geschwister im Glauben,
heute am Mittwoch der 7. Woche im Jahreskreis sind wir eingeladen, uns mit den Schriften des Apostels Paulus an Timotheus, dem Psalmisten und den Jüngern auf dem Weg nach Emmaus auseinanderzusetzen. In diesen Texten steckt eine für uns alle bedeutende Botschaft: Die Fähigkeit, die Augen für die Gegenwart Christi zu öffnen und die Kraft des Wortes Gottes zu erkennen.
Beginnen wir mit der Lesung aus 2. Timotheus 3,14-17. Paulus ermutigt Timotheus, in dem, was er gelernt hat, fest zu bleiben. Er weist darauf hin, dass die Heiliger Schrift von Gott eingegeben und nützlich ist, um uns zu lehren, zu ermahnen und in der Gerechtigkeit zu erziehen. Hier wird deutlich, dass die Schrift nicht nur ein historisches Dokument ist, sondern ein lebendiges Wort, das uns erkenntnisreicher und weiser macht. Es ist unsere Grundlage, unser geistliches GPS, das uns auf dem Weg des Lebens leitet.
Der Psalm 119,105-112 beschreibt das Wort Gottes als Licht auf unserem Weg. „Dein Wort ist eine Leuchte für meinen Fuß und ein Licht auf meinem Weg.“ In einer Welt, die oft dunkel und verwirrend erscheint, ist das Wort Gottes wie ein Leuchtturm, der uns zeigt, wohin wir gehen sollen. Es gibt uns Orientierung und hilft uns, die richtigen Entscheidungen zu treffen. In Vers 111 lesen wir: „Ich habe dein Zeugnis ewiglich zu meinem Erbe genommen, denn sie sind die Freude meines Herzens.“ Hier erkennen wir, dass das Wort Gottes nicht nur leitet, sondern auch Freude und Erfüllung bringt.
Im Evangelium aus Lukas 24,13-35 begegnen wir den zwei Jüngern auf dem Weg nach Emmaus. Sie sind niedergeschlagen und enttäuscht, weil sie die Hoffnungen, die sie in Jesus gesetzt haben, als unerfüllt ansehen. Doch während sie gehen, kommt Jesus selbst zu ihnen, ohne dass sie ihn zunächst erkennen. Später, als er mit ihnen das Brot bricht, öffnen sich ihre Augen und sie erkennen ihn.
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