Predigt (Vorschau)
Liebe Gemeinde,
in der Zeit nach Trinitatis richten wir unseren Blick auf die Tiefe unseres Glaubens und die Wunder, die Gott in unserem Leben wirkt. Der Montag nach Trinitatis lädt uns dazu ein, den Schatz des Glaubens zu erforschen und die Neuschöpfung zu erkennen, die uns durch Jesus Christus zuteilwurde. In den vor uns liegenden Schriftstellen finden wir eine Fülle von Anregungen, die uns helfen, das Geheimnis unseres Glaubens zu ergründen.
Wir beginnen mit dem Römerbrief, Kapitel 11, Vers 33 bis 36: „O Tiefe des Reichtums, sowohl der Weisheit als auch der Erkenntnis Gottes! Wie unerforschlich sind seine Gerichte und wie unbegreiflich seine Wege! Denn wer erkennt die Gedanken des Herrn, oder wer ist sein Ratgeber? Oder wer hat ihm etwas zuvor gegeben, dass ihm vergolten werde? Denn von ihm und durch ihn und zu ihm sind alle Dinge. Ihm sei die Ehre in Ewigkeit. Amen.“
Paulus bringt uns hier in eine tiefe Anbetung des Schöpfers. Die Frage, die sich uns stellt, ist: Wie erfassen wir diese Tiefe der Weisheit und Erkenntnis Gottes? Wir leben oft in einer Welt, in der alles schnell und oberflächlich ist. Doch wenn wir in die Schrift eintauchen, erkennen wir, dass die Weisheit Gottes nicht immer mit unserer menschlichen Logik übereinstimmt. Sie übersteigt unser Verständnis und lädt uns ein, uns in den Glauben zu vertiefen.
In Psalm 29, den wir als zweiten Text hören, wird die Macht Gottes in der Schöpfung gepriesen. „Gebt dem Herrn, ihr Gottessöhne, gebt dem Herrn Ehre und Macht! Gebt dem Herrn die Ehre seines Namens! Betet den Herrn an in heiligem Schmuck!“ (Psalm 29,1-2). Wir sehen hier, dass der Glaube nicht nur eine innere Überzeugung ist, sondern auch eine Handlung, ein Anbeten, ein Leben im Licht Gottes. Der Psalmist beschreibt die Stimme des Herrn, die mächtig ist und die Zedern des Libanon zerbricht. Dies ist ein Bild für die Kraft, die Gott in unser Leben bringt – die Kraft, die uns neu erschafft, die uns von unseren Ängsten befreit und uns in eine lebendige Hoffnung führt.
Und dann haben wir das Evangelium nach Johannes, Kapitel 3, Verse 1 bis 15.
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