Predigt (Vorschau)
Liebe Schwestern und Brüder in Christus,
heute, am Mittwoch nach Trinitatis, stehen wir in der Gegenwart des lebendigen Gottes, der uns durch sein Wort einlädt, seine Tiefe und Größe zu ergründen. Unsere Epistel aus dem Römerbrief, der Psalm und das Evangelium aus dem Johannes-Evangelium laden uns ein, über die Erneuerung unseres Lebens durch den Heiligen Geist nachzudenken.
In Römer 11,33-36 lesen wir: „O Tiefe des Reichtums, sowohl der Weisheit als auch der Erkenntnis Gottes! Wie unerforschlich sind seine Gerichte und unbegreiflich seine Wege! Denn wer hat den Sinn des Herrn erkannt? Oder wer ist sein Ratgeber gewesen? Oder wer hat ihm zuvor etwas gegeben, so dass ihm das vergolten werden müsste? Denn von ihm und durch ihn und zu ihm sind alle Dinge. Ihm sei die Ehre in Ewigkeit! Amen.“ Hier begegnet uns die Fülle und Tiefe Gottes, die uns in Staunen versetzen sollte. Es ist der Gott, der alles in seiner Hand hält, dessen Wege oft unergründlich sind, und der uns dennoch in die Gemeinschaft mit ihm ruft.
In Psalm 29,1-4, 10-11 wird die Herrlichkeit Gottes in der Schöpfung besungen: „Gebt dem Herrn, ihr Mächte, gebt dem Herrn Ehre und Stärke. Gebt dem Herrn die Ehre seines Namens; betet den Herrn an in heiligem Schmuck.“ Der Psalmist beschreibt die Stimme des Herrn, die über den Wassern ist, die die Zedern zerbricht und die Wüsten erschüttert. Diese Bilder zeigen uns die Macht Gottes und die Ehrfurcht, die wir ihm entgegenbringen sollen. Es ist eine Einladung, uns in Anbetung und Dankbarkeit vor den Schöpfer zu beugen, der uns mit seiner Kraft und Herrlichkeit umgibt.
Und schließlich hören wir im Evangelium nach Johannes 3,1-15 die Begegnung zwischen Jesus und Nikodemus. Nikodemus, ein Pharisäer und Lehrer Israels, kommt bei Nacht zu Jesus, um Antworten auf seine Fragen zu finden.
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